Direkt zum Hauptbereich

Posts

Posts mit dem Label "Harz" werden angezeigt.

"Wir sind sehr zuversichtlich"

Die Oase in der Corona-Wüste 2020 Die Theater sind zu und der Sommer 2020 wird ein Sommer ohne Festivals. Aber eine Ausnahme könnte es geben: Das Theaternaturfestival in Benneckenstein. Intendant Janek Liebetruth ist zuversichtlich. Herr Liebetruth, trifft sich die Theaterwelt in diesem Sommer in Benneckenstein? Ich gehe nach derzeitigen Stand davon aus. Was macht Sie so zuversichtlich? Wir haben bis zur ersten Aufführung am 7. August noch drei Monate Zeit. Zudem hat Sachsen-Anhalt die Grenze für Großveranstaltungen bei 1.000 Besucher gezogen. In diesen Bereich kommen wir ja nie hin. Natürlich erarbeiten wir derzeit ein Konzept, mit dem die Hygieneregeln gewährleistet sein werden und wird sind im Kontakt mit der Landesregierung. Was hat Theaternatur, was andere Festivals nicht haben?  Zum einen der späte Termin. Normalerweise sind im August alle anderen Festivals vergleichbarer Art schon durch, wenn wir starten. Zum anderen kommt uns nun unsere überschaubare Größ...

Baranowski: Es ist nicht wichtig wie, sondern dass wir überhaupt daran erinnern

Interview zur Geschichte der Rüstungsproduktion in Südniedersachsen und Nordhthüringen Frank Baranowski ist der Fachmann für die Rüstungsproduktion in Südniedersachsen bis 1945. Seit einem Schülerwettbewerb 1988 beschäftigt sich der gebürtige Eichsfelder mit diesem Thema. Auslöser waren damals die Erzählungen und Erfahrungen seiner Großmutter in einer Duderstädter Waffenschmiede. Seit 1995 veröffentlich der Jurist seine Recherchen regelmäßig in Form von Büchern. Ende 2013 legt er im Verlag Rockstuhl  "Rüstungsproduktion in der Mitte Deutschlands 1929 - 1945" vor. Das Buch zeigt, wie die Wehrmacht noch zu den Zeiten die Wiederbewaffnung betrieb und wie die Nazis nach 1933 hier anknüpften. Es zeigt vor allem, dass Südniedersachsen von dieser Aufrüstung profitierte. Warum lagen 18 Jahre zwischen dem ersten und dem zweiten Buch? Dazwischen gab es noch einige andere. So habe ich unter anderem mehrere Beiträge in "Der Ort des Terrors" veröffentlicht. Neben einer ...

Eine Aufarbeitung war nicht erwünscht

Der Geologe Dr. Friedhart Knolle zum Grubenunglücks von Lengede und den wahren Helden “Das Wunder von Lengede” gehört zu den Gründunsgmythen der Bundesrpublik Deutschland.. Am 24. Oktober 1963 drangen etwa 500.000 Kubikmeter Wasser und Schlamm in die Erzgrube Mathilde in Lengede-Broistedt ein. Von der 100 Meter Sohle bis zur 60 Meter Sohle wurde der Schacht komplett überflutet. Das Wasser stammt aus einen Klärteich, der zuvor als Tagebau genutzt wurde und über einen schräg verlaufenden Stollen, einen sogenannten Bremsberg, mit der Grube verbunden war. 79 Kumpel konnten sich innerhalb kurzer Zeit selbst retten. Nach mehreren Anläufen wurden am 7. November 11 Bergleute aus 60 Meter Tiefe geborgen. In den Tagen zuvor waren bei zwei anderen Rettungbohrungen bereits 10 Verschüttete gerettet wurden. 29 Kumpel kehrten nicht heim. Herr Knolle, wie sind Sie an das Thema gekommen? Für Dr. Friedhart Knolle war das Unglück eine programmierte Katastrohe. Foto: Naturfreude Han...

Welke: Es wird ein falsches Spiel mit dem Welterbe betrieben

Der Montanhistoriker übt scharfe Kritik am Umgang mit dem Weltkulturerbe Dr. Peter Welke ist der Dorn im Fleisch selbstzufriedenen Welterbeverwalter. So bescheinigte der  Bergbau-Experte der Uni Bonn 2009 den Harzern, den Harzwasserwerken und den Niedersächsischen Landesforsten einen schlechten Umgang mit dem Kulturerbe (siehe unten). Er war der erste, der die Chancenlosigkeit eines Pumpspeicherkraftwerks im Oberharz erkannte und Recht behielt. Er warnte auch frühzeitig vor den Gefahren durch die schlecht gesicherten Altlasten des Bergbaus. Im September traf sich Dr. Peter Welke mit Gerhard Lenz, Direktor der Stiftung Weltkulturerbe Harz, und mit Dr. Stefan Winghart, Präsident des Niedersächsischen Landesamt für Denkmalschutz, zum Streitgespräch bei NDR 1 Radio Niedersachen zum Streigespräch. Das Thema: der Umgang mit dem Oberharzer Wasserregal. Im Vorfeld traf ich ihn zu Interview. Herr Doktor Welke, wie pfleglich geht der Harzer mit seinem Weltkulturerbe um? Das fragen Sie...