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Karasek: Ein Schnaps wäre besser gewesen

                   Hellmuth Karasek über Vorlesende und Zuhörende, Heino-Schokolade und Kräuterschnaps. Fragensteller sind auch Jäger und dieser Gesprächspartner fehlte mir noch auf meiner Interviewliste. Als  ich die Ankündigung bekam 'Hellmuth Karasek liest im Theater Nordhausen', da machte ich mich auf  die Fährte. Ich musste der Presseabteilung bei Rowohlt auch mehrfach auflauern, aber weil Karasek nun einmal der Kritiker mit Humor ist, darum steckte ich nicht auf. Wie zu lesen ist, hat es ja geklaptt. Es war schön, zu merken, dass sich solch ein berühmter Mensch auch Zeit nimmt für den kleinen Lokalreporter und der auch ernst nimmt. Das Frage-Antwort-Spiel wurde schnell zu einem Gespräch. Karasek erzählt auch zwei Witze, von denen nur einer wiedergegeben ist, weil der andere nur über das gesprochene Wort funktioniert. Herr Karasek, seit Jahren sind Sie auf Reise und lesen aus ihren Büche...

Schmitz: Das ist ein Teil von mir, das steckt in mir drin

Ralf Schmitz zu Improvisationstheater und anderen Möglichkeiten Bekannt wurde er mit “Die dreisten Drei” bei Sat1, mit der Impro-Show “Schillerstraße” wurde er berühmt. In diesem Jahr ist er wieder auf Tournee. Das aktuelle Programm heißt “Schmitzpiepe”. Man muss die Gelenehiten ergreifen, wenn sie sich bieten. Deswegen habe ich sofort und einfach  "ja" gesagt, als ich das Angebot bekam, den Comedian zu befragen. Einen Termin zu finden, das war dann nicht so einfach. Da wurde hier telefoniert, dort rückversichert und dann terminiert. Die Wartezeite bot mir die Gelegenheit, mich noch einmal mit der Vitae und dem Œuvre des Künstlers vertraut zu machen.Dumm, dass in dieser Zwischenzeit schon die Goslarsche ein Interview mit Schmitz brachte. Was sollte ich jetzt noch fragen, was die Nordharzer nich schon wussten? Man muss die Fragen fragen, so lange sie sich stellen. Das Interview ´war einst der schnellsten, die ich je geführt habe. Nach 22,5 Minuten hatte ich genug ...

Weiss: Sammer wird Zug in den Sauhaufen bringen

Sky-Moderatorin Viola Weiss über die Bundesliga-Saison 2012/13 Also ehrlich gesagt konnte ich mit dem Namen Viola Weiss nicht viel anfangen, als mir ihre Agentur ein Interview anbot. Immerhin ließ sich schnell googeln, dass die junge Dame zukünftig bei Sky Sport die Bundesliga moderieren würde. Dazu meldete bilde.de noch, dass künftige Moderatorin inerster Linie hübsch sei. Damit dürfte beiderseits das Klischee voll erfüllt sein. Zu meiner Entschuldigung sei gesagt, dass ich seit 25 Jahren auf Bezahlfernsehen verzichte und es in den nächsten 25 Jahren auch so halten werde. Ob ich dann meine Position noch einmal überdenke oder auch aus Altersstarrsinn bei alten Gewohnheiten verharre, dass sehen wir im Jahr 2038. Zurück zum Thema. Anfangs war Frau Weiss wohl weitaus nervöser als ich. Wahrscheinlich lag es daran, dass sie mal "auf der anderen Seite des Mikrofons" stand. Doch schnell merkte ich, dass die junge Dame sich sehr tief ins Thema eingearbeitet hatte und ihre Äu...

Huismann: Das Modell des WWF in seinem Markenkern getroffen

Niemand kann den Panda stoppen   Der Journalist und Regisseur Wilfried Huismann zum Medienverständnis des WWF Wilfried Huismann ist der Mann, der den Panda gezähmt. Im Juni 2011 kam seine Dokumentation “ Der Pakt mit dem Panda: Was uns der WWF verschweigt” in die Kinos und in das Programm der ARD. Die Resonanz war groß und der World Wide Fund For Nature (WWF) versuchte, die Ausstrahlung am 22. Juni mit sechs Unterlassungsklagen zu verhindern. Im April 2012 fasste Wilfried Huismann seine Recherchen zum Umweltriesen WWF im”Schwarzbuch WWF - Dunkle Geschäfte im Zeichen des Pandas” zusammen. Und schon wieder hatte er den Anwalt des WWFs im Nacken, einen Herrn aus Berlin, den auch ich unagenehm in Erinnerung habe. Der Panda überzog nicht nur den Verlag und den Autor mit Anwaltsschreiben, sondern drohte auch den Grossisten und den Buchhandlungen. Im Mai 2012, auf den Höhepunkt der Auseinandersetzungen, sprach ich mit dem Autor und dreifachen Grimme-Preisträger. Wilf...

Kienzle: Wir müssen das Risiko aushalten

Wir müssen das Risiko aushalten Ulrich Kienzle über seinen Versuch, die Araber zu verstehen Im Dezember 2010 brach der Arabische Frühling aus und die Welt war überrascht. Jahrzehntelang brachte Ulrich Kienzle den Deutschen die Welt des Orients den Deutschen näher.  Im Sommer 2011 kam sein Buch "Abschied von 1001 Nacht - Mein Versuch, die Araber zu verstehen" auf dem Markt. Diese Teilbiographie war kein Beitrag zum Arabschen Frühling, machte aber deutlich, nach welchen Mechanismen  Politik in der arabischen Welt über Generationen hinweg funktionierte. Im deutschen Herbst 2011 ging Ulrich Kienzle auf Lesereise und als ich das Angebot bekam, eine Telefoninterview mit ihm zu machen, sagte ich natürlich sofort: JA, aber gerne doch. Immerhin gehört auch Kienzle zu meinen Vorbilder. Das Gespäch dauert eine gute halbe Stunde, verlief sehr stringent und war wohl bepackt mit Informationen und Exkursen, die den Rahmen eines normalen Interviews sprengen würden. Natürlich erin...

Fischer: Das Misstrauen den Institutionen gegenüber

Das Misstrauen den Institutionen gegenüber Oberbayer Ottfried Fischer im Interview über den Willen des Herrn und die Zusammenarbeit mit Nordlichtern Im Mai 2012 zeigte die ARD „Ausgegeigt“, die 21.Folge aus der Serie „Pfarrer Braun“. Als die Agentur von Ottfried Fischer das Angebot herum schickte, mit dem Darsteller ein Interview zu führen, sagte ich spontan ja. Diese Gelegenheit hat man nicht immer. Im Vorfeld wurde ebenso deutlich gemacht: Darüber und darüber reden wir nicht! Das Gespräch fand im Mai 2012 statt. Ottfried Fischer spielt den Pfarrer Braun nur. Foto: ARD Herr Fischer,seit 10 Jahren spielen Sie den Pfarrer Braun. Wie lange werden Sie noch im Auftrage des Herrn unterwegs sein. Das ist ein sehr gute Frage, die ich so nicht beantworten kann. Der Pfarrer ist eine ausgesprochen erfolgreiche Serie, aber eben von der Quote abhängig. Doch solange die Quote stimmt, wird es den Pfarrer Braun auch weiterhin geben. Das ist ja auch einer der Gründe, warum wir mi...

Bruhns: Ich würde mich erschießen

Wibke Bruhns über Journalismus, Politik und Sucht Sie ist eine Legend im deutschen Journalismus und ihr Lebenslauf typisch für ihre Generation. Dementsprechend froh war ich, als ich ohne Umstände einen Termin auf der Lesereise "Nachrichtenzeit" bekam. Das Gespräch mit Wibke Bruhns fand dann im Oktober 2012 in Göttingen statt. Direkt, offen, ohne Umschweife und ohne Euphemismen, die große Dame der Fernsehberichterstattung nimmt weniger denn je ein Blatt vor den Mund. Da können sich jüngere Kolleginnen und Kollegen einiges abschauen und ältere Kollegen können sich daran erinnern, wie man diesen Beruf ausfüllen sollte. Frau Bruhns verzichtete übrigens aufs Gegenlesen und erteilte die Freigabe sofort. Nobel. Zwei berühmte Frauen in Göttingen. Foto: Kügler Sie war die erste Moderatorin in der Männerdomäne Fernsehen. Mit „Nachrichtenzeit“ hat Wibke Bruhns nun ihre Erinnerungen an bewegte Zeiten in der jungen Bundesrepublik Deutschland vorgelegt. Frau Bruhns, Nachrich...