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Posts mit dem Label "Kabarett" werden angezeigt.

“Ich kann nicht anders”

Henning Venske im Interview über die Rolle als Daueroppossitioneller Seit mehr als 50 Jahren steht Henning Venske auf der Bühne. Am 25 April kommt der das Monument des deutschen Kabaretts nach Clausthal-Zellerfeld. Als ich das Angebot eines Telefoninterviews bekam, griff ich sofort zu.  Meine letzten Erfahrungen mit dem Meister des verbalen Floretts liegen schon ein Jahrzehnte zurück. Als ich Anfang der 90er Jahre noch aktiv war bei "Northeim. Das Festival", da begegnete ich Venske, Busse und Basedow mehrfach persönlich als Münchner Lach- und Schießgesellschaft. Diese Zusammensetzung war einmalig im deutschsprachige Kabarett. Ich nie wie solch eine perfektes Team auf der Bühne gesehen. Deswegen war das Interview auch eine Reise in die Vergangenheit. Venske zeigte sich bissig wie eh und je. Ich sprach mit dem Wahlhamburger über deutsche Traditionen, den Bundespräsident und die Dauerrolle als Oppositioneller. Herr Venske, in ihrem aktuellen Programm nehmen Sie ...

Handwerker, die kommen von einem anderen Planeten

Ralf Schmitz zu seinen Erfahrungen mit Handwerker und anderen Heimsuchungen Es ist keine anderthalb Jahre her, dass ich das letzte Mal mit Ralf Schmitz gesprochen hatte und ich hatte ihn als angenehmen Gesprächspartner in Erinnerung. Deswegen ergriff ich die Gelegenheit beim Schopf und bemühte mich um einen Interviewtermin, als er wieder in der Region war. Und meine Erinnerung täuschte mich nicht. Wir sprachen über ein Thema, dass Männer verbindet: Harte Arbeit am eigenen Heim. Herr Schmitz, darf ich Ihnen noch nachträglich zum Geburtstag gratulieren? Sie dürfen mir immer gratulieren und zu allen möglichen. Aber jetzt mal konkret. Vielen Dank und wir haben ordentlich gefeiert. Werden Sie jetzt ruhiger? Also 40 Jahre, das ist schon eine Marke, aber ich sehe das gelassen. Viele Freunde haben gesagt, dass sie sich noch genau an ihren 40. Geburtstag erinnern können. Aber für mich ist das nicht schrecklich. Es ist egal ob man 30, 40 oder 50 ist. Wichtig ist, dass man weiß...

Schaffen Sie sich eine Familie an

Hans-Joachim Heist über seine Rolle als Gernot Hassknecht Doch, nun ist der Beweis erbracht: Für alle Komiker bin ich wohl doch der passende Gesprächspartner. Im Vorfeld seines Auftritts hatte ich ein Gespräch mit "Gernot Hassknecht" und es lief sehr friedlich ab. Aber urteilen Sie selbst. Herr Heist, sind sie Komiker, Kabarettist oder Comedian? Ich bin Schauspieler und das nicht nur nach meiner Ausbildung. Für mich hängt das alles zusammen und Schauspielerei ist die Grundlage. Ich finde es blödsinnig, wie wir in Deutschland alles genau aufteilen müssen. Ebenso blödsinnig finde ich den Unterschied zwischen U-Musik und E-Musik, zwischen Unterhaltungsmusik und ernster Musik. Die Hauptsache ist doch, dass man gut unterhalten wird. Für mich gibt es nur einen Unterschied und der ist natürlicher Art. In der Jugend spielt man den Helden und im Alter wird man zum Charakterdarsteller. Hans-Joachim Heist bezeichnet sich als Schauspieler. Alle Fotos: red Wie star...

Nuhr: Alles eine Frage der Software

 Der Comedian und Kabarettist zu den Fragen der Themenwahl und deren Grenzen Wenn es noch eines Beweises gebraucht hätte, nun ist er da. Ich bin doch der Zuhörer für die Komiker. Als ich im Januar 2014 das Angebot bekam, Dieter Nuhr im Vorfeld seines Auftritts in derGöttinger Lokhalle ein paar Frage zu stellen, habe ich gleich zugesagt. Hier sind die Antworten. Herr Nuhr, Wahn und Wirklichkeit ist ein großes Thema in ihrem aktuellen Programm. Wie unterscheiden Sie zwischen beiden? Hoffentlich erfolgreich. Aber wer kann das sagen? Manchmal denke ich, dass ich mir alles nur einbilde, ein Problem, das schon Platon und Descartes mit sich rumschleppten. So lange ich nicht eingeliefert werde, gehe ich davon aus, dass die Welt, die ich wahrnehme, die richtige ist... An welche schönen Dinge könnten wir alles denken, wenn unsere Gehirn nicht zu 90 Prozent mit Lügen und aberwitzigen Verdrehungen beschäftigt wäre? Könnten wir es überhaupt vertragen, wenn auf einen Schlag solch...

Wischmeyer: Im Ausland ist es noch gruseliger

Boshaftes und wahrhaftiges über den Alltag der Deutschen Es dürfte sich langsam rumgesprochen haben: Dietmar Wischmeyer gehört zu meinen liebsten Gesprächspartner. Warum? Es ist so erleichternd, wenn jemand anderes für einen selbst bissig und böse ist. Und die Kreativität bei der Erschaffung von Begriffen, die finde ich bewunderswert bis erfrischend grenzwertig. Als der Meister der Verbalinjurie auf akademischen Niveau ein neues Buch ankündigt, habe ich mich auch gleich um ein Gespräch bemüht. Achtung,  Wischmeyer lauert ihnen draußen auf. Foto: Wilde   Herr Wischmeyer, der Untertitel ihres neuen Buchs heißt: Zu Besuch bei deutschen Menschen. Wer lässt sie denn rein? Gute erste Frage! Chapeau! Niemand natürlich! Doch nicht alles, was der Republik-Insasse so treibt, spielt sich in dessen Freß-und Bubuzelle ab. Und draußen, da hefte ich mich an seine Fersen. 




 Das Grundübel allen Seins ist die Arbeit. Wie schön könnte das Leben sein, wenn die Menschen ni...