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“Ich kann nicht anders”

Henning Venske im Interview über die Rolle als Daueroppossitioneller Seit mehr als 50 Jahren steht Henning Venske auf der Bühne. Am 25 April kommt der das Monument des deutschen Kabaretts nach Clausthal-Zellerfeld. Als ich das Angebot eines Telefoninterviews bekam, griff ich sofort zu.  Meine letzten Erfahrungen mit dem Meister des verbalen Floretts liegen schon ein Jahrzehnte zurück. Als ich Anfang der 90er Jahre noch aktiv war bei "Northeim. Das Festival", da begegnete ich Venske, Busse und Basedow mehrfach persönlich als Münchner Lach- und Schießgesellschaft. Diese Zusammensetzung war einmalig im deutschsprachige Kabarett. Ich nie wie solch eine perfektes Team auf der Bühne gesehen. Deswegen war das Interview auch eine Reise in die Vergangenheit. Venske zeigte sich bissig wie eh und je. Ich sprach mit dem Wahlhamburger über deutsche Traditionen, den Bundespräsident und die Dauerrolle als Oppositioneller. Herr Venske, in ihrem aktuellen Programm nehmen Sie ...

Die Leute wissen, worüber ich rede

Martin Jürgensmann über seine neue Rolle, über auffe Bühne und im Radio Das war wohl das spontanste Interview, dass ich seit langem geführt habe. Kaum hatte ich meine Anfrage gestellt, schon rief Schüssel-Schorse zurück. Vielen Dank, Herr Jürgensmann. Zwanzig Jahre lang war er der Rainer bei „Siggi und Raner“ auf Radio ffn. Im Sommer 2013 wechselte der Comedian Martin Jürgensmann zu NDR 1 Radio Niedersachsen. Seitdem berichtet er Schüssel-Schorse über Außergewöhnliches und Alltägliches. Im April ist er auf Tour in Niedersachsen. Herr Jürgensmann, was treibt sie jetzt auf die Bühne? Zu den Zeiten von Siggi und Raner gehörten Live-Auftritte immer dazu. Dort trafen wir die Leute, die uns jeden Tag zuhörten und wir hörten den Leuten auch zu. Das war auch schon ein Austausch. Was haben Sie von den Auftritten mitgenommen? Viel. Es brachte mich inhaltlich weiter. Wenn ich jetzt am Schreibtisch sitze und über Texten brüte, dann stelle ich mir oft vor, wie der Beitrag bei einem Kon...

Es wird noch einige Solo-Projekte geben

Peter "Eingehängt" Meyer zur Abschiedstournee der Puhdys Zwei Dinge hätte ich nicht gedacht.  A) Dass ich so schnell wieder mit Eingehängt von den Puhdys sprechen werde. B) Dass die Jungs es nun ernst meinen mit dem Aufhören. Als ich also die Meldung bekam, dass die Puhdys im Frühjahr 2015 auf Abschiedstournee sind, hatte ich das Thema für ein weiteres Interview mit dem Rock-Urgestein. Zwei E-Mails mit dem Veranstalter, eine Telefonnummer, ein Anruf, ein "warte, ich fahr mal recht's ran" und schon waren wir mitten drin im Gespräch. Herr Meyer, als wir vor einem Jahr miteinander sprachen, da dementierten Sie alle Trennungsgerüchte. Nun sind die Puhdys doch bald auf Abschiedstournee. Was hat den Sinneswandel gebracht? Wir haben im Frühjahr zusammengesessen und hin und her überlegt, wie es weitergehen soll und dann kam einfach der Beschluss, aufzuhören. Der war noch nicht einmal spontan, aber es gab auch keinen konkreten Anlass, es hatte sich eben schon a...

Handwerker, die kommen von einem anderen Planeten

Ralf Schmitz zu seinen Erfahrungen mit Handwerker und anderen Heimsuchungen Es ist keine anderthalb Jahre her, dass ich das letzte Mal mit Ralf Schmitz gesprochen hatte und ich hatte ihn als angenehmen Gesprächspartner in Erinnerung. Deswegen ergriff ich die Gelegenheit beim Schopf und bemühte mich um einen Interviewtermin, als er wieder in der Region war. Und meine Erinnerung täuschte mich nicht. Wir sprachen über ein Thema, dass Männer verbindet: Harte Arbeit am eigenen Heim. Herr Schmitz, darf ich Ihnen noch nachträglich zum Geburtstag gratulieren? Sie dürfen mir immer gratulieren und zu allen möglichen. Aber jetzt mal konkret. Vielen Dank und wir haben ordentlich gefeiert. Werden Sie jetzt ruhiger? Also 40 Jahre, das ist schon eine Marke, aber ich sehe das gelassen. Viele Freunde haben gesagt, dass sie sich noch genau an ihren 40. Geburtstag erinnern können. Aber für mich ist das nicht schrecklich. Es ist egal ob man 30, 40 oder 50 ist. Wichtig ist, dass man weiß...

Immer neu erfinden und trotzdem treu bleiben

Jochen Kowalski über die Oper "George" und über neue Projekte Das Schöne an meinem Beruf ist die Tatsache, dass man viele interessante Menschen kennenlernt, viele nette Menschen und viele bekannte oder gar berühmte Menschen. Und manchmal sind die Menschen, die ich kennenlerne, alles zusammen und dabei noch umgänglich und bescheiden. Pepe Romero gehört dazu und auch Jochen Kowalski. Deswegen war ich sehr erfreut, dass ich nach dem Konzert in Walkenried die Zusage für ein Interview bekam. Bis es dann soweit war, da ging dann doch noch ein wenig Zeit ins Land. Aber was soll's? Letztendlich hat es geklappt, wir haben uns angenehm unterhalten und ich habe eine sehr gute Oper erleben dürfen und wurde Zeuge eines einmaligen Musikprojekts. Herr Kowalski, kurz und knapp gefragt: Wie hat Ihnen der George gefallen? Ich habe nichts zu meckern, überhaupt nichts zu meckern und dabei meckern wir Berliner doch so gern. Also der George, der hat mir sehr gut gefallen, wirklich...

Schaffen Sie sich eine Familie an

Hans-Joachim Heist über seine Rolle als Gernot Hassknecht Doch, nun ist der Beweis erbracht: Für alle Komiker bin ich wohl doch der passende Gesprächspartner. Im Vorfeld seines Auftritts hatte ich ein Gespräch mit "Gernot Hassknecht" und es lief sehr friedlich ab. Aber urteilen Sie selbst. Herr Heist, sind sie Komiker, Kabarettist oder Comedian? Ich bin Schauspieler und das nicht nur nach meiner Ausbildung. Für mich hängt das alles zusammen und Schauspielerei ist die Grundlage. Ich finde es blödsinnig, wie wir in Deutschland alles genau aufteilen müssen. Ebenso blödsinnig finde ich den Unterschied zwischen U-Musik und E-Musik, zwischen Unterhaltungsmusik und ernster Musik. Die Hauptsache ist doch, dass man gut unterhalten wird. Für mich gibt es nur einen Unterschied und der ist natürlicher Art. In der Jugend spielt man den Helden und im Alter wird man zum Charakterdarsteller. Hans-Joachim Heist bezeichnet sich als Schauspieler. Alle Fotos: red Wie star...

Die Sache mit dem Glück

Ein Interview mit Stefan Gwildis Zu den besten Gigs meiner 35-jährigen Karriere als Konzertbesucher gehörte der Auftritt von mit Stefan Gwildis mit der NDR Bigband im Februar 2014 in Göttingen. Anschließend dudelte ich "Die Sache mit dem Glücklichsein" wochenlang rauf und runter, noch häufiger als "Neues Spiel" zehn Jahre zuvor. Also war ich hochgradig erfreut, als ich erfuhr, dass der Soulman im Rahmen der Niedersächsischen Musiktage nach Herzberg kommen wird. Noch hochgradig erfreuter war ich, als mein Interviewwunsch erfüllt wurde. Das Thema? Natürlich das Glück. Herr Gwildis, welch glücklicher Umstand hat sie und die NDR Bigband zusammengeführt? Erst einmal muss ich festhalten, dass der ehemalige Bandleader Dieter Glawischnig und ich schon vor einigen Jahren überlegt hatten, etwas zusammen zu machen. Aber als Jörg Achim Keller dann die Bigband übernahm, wurden die Überlegungen konkreter. Es ist schon ein Riesenglück, mit solch großartigen Musikern zusamm...